Studienfahrt nach Slowenien
Studienfahrt der Jahrgangsstufe 12 nach Slowenien
Vom 18. bis zum 23. Oktober begab sich die Jahrgangsstufe 12 auf Studienfahrt nach Slowenien. Eine Woche lang konnten wir das Land mit seiner abwechslungsreichen Natur, seinen beeindruckenden Sehenswürdigkeiten und seiner Hauptstadt Ljubljana kennenlernen. Neben kulturellen Besichtigungen standen auch sportliche Aktivitäten und gemeinsame Erlebnisse auf dem Programm. Trotz einiger ungeplanter Zwischenfälle wurde die Fahrt für alle zu einer erlebnisreichen und schönen Woche.
Unsere Studienfahrt begann am Sonntagabend um 23 Uhr. Mit dem Bus machten wir uns auf den Weg nach Slowenien. Die Nacht verbrachten wir größtenteils im Bus, um am nächsten Morgen unser Ziel zu erreichen.
Am Montag gegen 9:30 Uhr kamen wir in der slowenischen Hauptstadt Ljubljana an. Für die kommende Woche bezogen wir das Hostel Celica, eine ganz besondere Unterkunft: Das Gebäude diente früher mehr als 100 Jahre lang als Militärgefängnis. Heute sind die ehemaligen Gefängniszellen künstlerisch gestaltet und zu individuellen Zimmern umgebaut. Dadurch verbindet das Hostel auf ungewöhnliche Weise Geschichte, Kunst und modernes Reisen.
Nach einer kurzen Ankunftspause erkundeten wir die Stadt. Bei einer kleinen Bootsfahrt auf dem Fluss Ljubljanica konnten wir Ljubljana zunächst vom Wasser aus kennenlernen. Anschließend folgte eine Stadtführung, bei der wir mehr über die Geschichte und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt erfuhren. Besonders prägend für das Stadtbild sind die zahlreichen Brücken, die historischen Gebäude und die gemütlichen Plätze entlang des Flusses.
Am Abend stand noch ein Besuch der Burg von Ljubljana auf dem Programm. Sie thront auf einem Hügel über der Stadt und ist eines der bekanntesten Wahrzeichen der Hauptstadt. Von oben hatten wir einen tollen Ausblick über Ljubljana und die umliegende Landschaft. Damit ging unser erster Tag in Slowenien zu Ende.
Für Dienstag war ein besonderes Highlight geplant: ein Ausflug in das Soca-Tal, wo wir eigentlich Canyoning und Rafting ausprobieren wollten. Doch leider kam alles anders als gedacht. Auf dem Weg dorthin blieb unser Bus stecken, sodass eine Weiterfahrt zunächst unmöglich war.
Was eigentlich ein sportlicher und erlebnisreicher Tag werden sollte, entwickelte sich zu einer langen Wartezeit. Insgesamt mussten wir etwa neun Stunden ausharren, bis der Bus schließlich wieder befreit werden konnte. Um die Zeit zu überbrücken und sich etwas aufzuwärmen, machten sich einige Schülerinnen und Schüler zu Fuß auf den Weg zu einem nahegelegenen Restaurant an einem See. Dort konnten sie etwas essen und sich von der Kälte erholen.
Erst gegen 22 Uhr konnte die Fahrt endlich fortgesetzt werden. Da der ursprüngliche Tagesplan damit nicht mehr umzusetzen war, endete der anstrengende Tag mit einem gemeinsamen Zwischenstopp bei McDonald’s. Auch wenn dieser Tag sicherlich anders verlief als erwartet, sorgte die ungeplante Situation im Nachhinein für einige Geschichten und gemeinsame Erinnerungen.
Am Mittwoch stand wieder ein kulturelles Programm auf dem Plan. Zunächst besuchten wir die berühmten Höhlen von Postojna, die zu den bekanntesten Natursehenswürdigkeiten Sloweniens zählen. Bereits die Anfahrt in die Höhlen war außergewöhnlich: Mit einer kleinen unterirdischen Bahn fuhren wir tief in das Höhlensystem hinein.
Dort erwartete uns eine faszinierende Welt aus riesigen Hallen, unterirdischen Gängen und beeindruckenden Tropfsteinformationen. Während einer Führung erfuhren wir mehr über die Entstehung der Höhlen und ihre besonderen geologischen Merkmale. Die Tropfsteine sind über einen Zeitraum von Millionen Jahren durch langsam herabtropfendes Wasser entstanden. Besonders beeindruckend war die Größe und Vielfalt der unterirdischen Landschaft.
Im Anschluss besichtigten wir die Höhlenburg Predjama. Diese außergewöhnliche Burg wurde direkt in eine steile Felswand hineingebaut und wirkt dadurch beinahe wie ein Teil des Felsens. Sie gehört zu den bekanntesten Burgen Sloweniens und ist vor allem wegen ihrer ungewöhnlichen Lage und ihrer spannenden Geschichte sehenswert.
Am Abend wurde es sportlich: Bei einem Basketballspiel traten die Mannschaften „Zmajeva“ und „Druzina“ gegeneinander an. Dabei standen vor allem der Spaß und das gemeinsame Erlebnis im Vordergrund.
Nachdem unser geplanter Ausflug am Dienstag aufgrund der Buspanne ausgefallen war, starteten wir am Donnerstag einen zweiten Versuch, das Soca-Tal zu erreichen. Diesmal klappte die Fahrt glücklicherweise ohne größere Zwischenfälle.
Das Soca-Tal gehört zu den landschaftlich schönsten Regionen Sloweniens. Besonders bekannt ist der Fluss Soca, der aufgrund seiner außergewöhnlich intensiven türkis- bis smaragdgrünen Farbe auch als „Smaragdfluss“ bezeichnet wird. Umgeben von Bergen und einer beeindruckenden Naturlandschaft bietet die Region ideale Bedingungen für verschiedene Outdoor-Aktivitäten.
Dort konnten wir endlich unser geplantes Rafting-Erlebnis nachholen. Gemeinsam in Schlauchbooten fuhren wir den Fluss hinunter und mussten dabei verschiedene Stromschnellen bewältigen. Die Fahrt sorgte für jede Menge Spaß, Aufregung und vor allem viel Gelächter. Während einige von uns unfreiwillig im Wasser landeten, nutzten andere die Gelegenheit, freiwillig in den Fluss zu springen. So wurde der Ausflug zu einem der Höhepunkte unserer Studienfahrt.
Nach dem langen Warten am Dienstag war die Freude umso größer, dass wir diesen Tag schließlich doch noch erleben konnten.
Am Freitag hieß es schließlich, Abschied von Slowenien zu nehmen. Bevor wir die Heimreise antraten, machten wir noch einen Halt an einem See. Dort konnten wir die letzte gemeinsame Zeit genießen und die Eindrücke der vergangenen Tage noch einmal auf uns wirken lassen.
Anschließend stiegen wir in den Bus und machten uns auf den Rückweg nach Hause. Damit ging eine abwechslungsreiche und erlebnisreiche Studienfahrt zu Ende.
Neben dem fest geplanten Programm blieb uns an den Abenden immer wieder Zeit zur freien Verfügung. Diese Gelegenheit nutzten viele, um Ljubljana auf eigene Faust zu erkunden. So konnten wir die Stadt noch einmal individuell entdecken, durch die Gassen der Altstadt schlendern, die Atmosphäre an den Uferpromenaden genießen und gemeinsam Zeit verbringen.
Insgesamt war unsere Studienfahrt nach Slowenien eine gelungene Mischung aus Kultur, Natur, Sport und Gemeinschaft. Wir konnten viele neue Eindrücke sammeln, interessante Orte kennenlernen und als Jahrgangsstufe gemeinsame Erfahrungen machen. Auch wenn nicht immer alles nach Plan verlief und uns insbesondere die Buspanne am Dienstag vor eine unerwartete Herausforderung stellte, ließen wir uns die Stimmung nicht verderben. Im Gegenteil: Gerade solche ungeplanten Situationen sorgten für besondere Erinnerungen.
Ob die Erkundung Ljubljanas, die beeindruckenden Tropfsteinhöhlen, die außergewöhnliche Höhlenburg oder das actionreiche Rafting auf der Soca – die Woche hatte für jeden etwas zu bieten. Am Ende waren sich alle einig: Die Studienfahrt nach Slowenien hat sich gelohnt und wird uns noch lange in guter Erinnerung bleiben.
Charlotte Wild (Jgs.12)









