Toleranzräume erkunden

Eine Woche lang machte die Wanderausstellung „ToleranzRäume“ während der interkulturellen Woche in Schramberg Station. Auch Schülerinnen und Schüler zweier 6. Klassen und einer 8. Klasse nutzten die Gelegenheit, sich mit den Themen Toleranz, Vielfalt, Gerechtigkeit und Ausgrenzung auseinanderzusetzen.
Zu Beginn erhielten die Klassen eine Einführung durch eine Ehrenamtliche, die das Konzept der Ausstellung erläuterte. Als Einstieg empfahl sie das große Wimmelbild im Inneren der Ausstellung. Darauf waren zahlreiche unterschiedliche Alltagssituationen dargestellt, die sich mit Toleranz, aber auch mit deren Grenzen und dem Fehlen von Toleranz beschäftigten. Zu den einzelnen Szenen konnten bei Bedarf Hintergrundinformationen abgerufen werden. Auch Lösungsansätze für dargestellte Konfliktsituationen wurden angeboten.
Ein weiterer Bereich der Ausstellung widmete sich historischen Ereignissen und gesellschaftlichen Entwicklungen. Bilder, Berichte und Videos informierten unter anderem über den Umgang mit Minderheiten. Thematisiert wurde beispielsweise der Brandanschlag auf ein Asylbewerberheim in Rostock-Lichtenhagen im Jahr 1992 und die Reaktionen von Zuschauern auf die Ereignisse.
Besonders interaktiv war eine Station zum Thema „Schubladendenken“. Eine verspiegelte Wand lud die Besucherinnen und Besucher zunächst dazu ein, sich selbst zu betrachten. Anschließend sollte man andere Personen im Spiegel einschätzen und sich beispielsweise fragen, welches Lieblingsessen eine unbekannte Person wohl haben könnte. Die Schülerinnen und Schüler setzten sich dabei mit der Frage auseinander, wie schnell Menschen andere aufgrund ihres Aussehens oder bestimmter Merkmale beurteilen. In der Nachbesprechung berichteten einige Schülerinnen und Schüler, dass sie gerade diese Station besonders spannend fanden.
Auch an der Außenwand der Ausstellung gab es verschiedene Möglichkeiten, sich mit gesellschaftlichen Themen auseinanderzusetzen. Über Kurzvideos konnten unter anderem Beiträge zu Gerechtigkeit, Kinderrechten und LGBTQ+-Themen ausgewählt werden. Ergänzt wurde das Angebot durch weitere interaktive Aktionen.
Die Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler fielen positiv aus. Besonders geschätzt wurde, dass die Ausstellung viele Möglichkeiten zum eigenen Ausprobieren, Nachdenken und Hinterfragen bot und gleichzeitig zahlreiche Informationen vermittelte. Dadurch wurden die Besucherinnen und Besucher nicht nur informiert, sondern dazu angeregt, die eigenen Sichtweisen und Vorurteile kritisch zu betrachten.