In der SynagogeZuerst waren wir im Freiburger Münster. Dort mussten wir sehr leise sein. Zunächst bekamen wir ein Quiz, wir mussten bestimmte Kirchenbilder suchen. Im Anschluss haben manche ihr mitgebrachtes Vesper gegessen und andere haben sich auf dem Markt Eis, Erdbeeren oder anderes gekauft. Nachdem wir gegessen hatten, sind wir ein bisschen durch die Innenstadt gebummelt und haben uns die Geschäfte angeschaut.
Am Eingang der Synagoge war ein Davidstern, der sehr schön ist, dort wurden wir vom Kantor Moshe Hayour begrüßt. Dann mussten die Jungen eine Kippa aufsetzen und alle legten ihre Sachen ab. Der Kantor hat uns zuerst eine Tafel und Steine mit den Namen der Toten gezeigt, die in der Nazi-Zeit ermordet worden waren. Wir haben erfahren, dass Juden Steine und keine Blumen auf die Gräber legen, weil Steine nicht verwelken können.


Gerettetes aus der alten, zerstörten SynagogeDanach waren wir im Gebetsraum. Zuerst hat uns Moshe Hayour ein hebräisches Lied vorgesungen, das sehr anders klang, und wir haben alle mitgesungen. Außerdem hat er auf dem Widderhorn einen Sound gespielt. Dies ist schwer, da man die Töne mit den Lippen formen muss. Danach wurden unsere Fragen beantwortet. So haben wir erfahren, dass die Juden immer nach Osten beten, weil dort der heilige Tempel mit der Bundeslade gestanden hat. Auch haben wir darüber gesprochen, warum Männer und Frauen in dieser Synagoge getrennt sitzen und was es mit dem Davidstern auf sich hat.
Am Ende hat er uns die Thorarolle gezeigt, die aus Pergament besteht, das ist Tierhaut. Sie ist sehr kostbar und wird im Thoraschrein aufbewahrt. Die Thora ist auf Hebräisch geschrieben und beinhaltet die fünf Bücher Mose. Der Kantor hat daraus vorgesungen, denn Lesen sei zu langweilig, wenn man sehr viel am Stück lese. An diesem Tag haben wir viel über das Judentum erfahren.
Schülerinnen und Schüler der 6a-c

Lesen aus der Thorarolle