Drei Tage Staat
Am 15. Juli wurde aus dem Gymnasium Schramberg ein eigener Staat: die Deckenfreie Republik Bernecktal. Was für Besucher wie ein außergewöhnliches Event wirkte, war das Ergebnis monatelanger Vorbereitung und des großen Engagements unserer Schülerinnen und Schüler.
Bereits während des gesamten Schuljahres arbeiteten die Beteiligten an ihrem gemeinsamen Projekt. Es wurde eine Verfassung ausgearbeitet, eine Regierung gewählt, ein König gekrönt und zahlreiche Betriebe gegründet. Mit viel Kreativität und Eigeninitiative entstand so die Grundlage für einen funktionierenden Staat auf Zeit.
Am Mittwochmorgen herrschte reges Treiben auf dem Schulgelände. Dutzende Betriebe wurden aufgebaut und für die Eröffnung vorbereitet. Zur Mittagszeit war der Aufbau abgeschlossen und die Deckenfreie Republik nahm ihren Betrieb auf. Überall warben die neu gegründeten Unternehmen um Kundschaft und handelten mit der eigens eingeführten Währung. Neben zahlreichen Essens- und Getränkeständen boten verschiedene Dienstleistungsunternehmen ein abwechslungsreiches Angebot. Besucher konnten sich Henna-Tattoos machen oder ihre Haare stylen lassen, Spiele spielen, Filme schauen und viele weitere Angebote entdecken. Auch handwerkliche Betriebe waren vertreten, beispielsweise eine Werkstatt zur Aufarbeitung von Stühlen. Damit der Staat reibungslos funktionierte, sorgten außerdem Wirtschaftsprüfer, Polizei, Grenzschutz, eine Bank, eine Wechselstube und viele weitere staatliche Einrichtungen für Ordnung und Organisation. Während der kurzen Zeit dieses Staates tagte regelmäßig das Parlament, um aktuelle Probleme zu diskutieren und neue Beschlüsse zu fassen.
Im Laufe der drei Projekttage zog die Republik immer mehr Besucherinnen und Besucher an. Besonders am Freitag nutzten zahlreiche Gäste die Gelegenheit, das außergewöhnliche Land kennenzulernen, die vielfältigen Angebote auszuprobieren und mit der eigenen Währung einzukaufen.
Am Freitagnachmittag endete das Projekt, und die Deckenfreie Republik Bernecktal verschwand so schnell, wie sie entstanden war. Zum Abschluss kamen viele Mitwirkende und Besucher noch einmal auf dem Schulhof zusammen, um das erfolgreiche Projekt bei einem gemeinsamen Hock ausklingen zu lassen.
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