Bolivianische Musikgruppe Sacambya bei uns zu Besuch

Sacambya Morenada, Tinku, Saya und Cueca – so hießen die bolivianische Tanzrhythmen, die am vergangenen Montag, dem 29.September die Schülerinnen und Schüler um 9 Uhr auf den Pausenhof lockten. Bei strahlendem Sonnenschein hatten die meist jungen Musikerinnen und Musiker aus Cochabamba und Independencia bei ihrem kleinen Open-Air-Konzert ideale Bedingungen. Jedoch ließen sich nur zögerlich ganz wenige der Schülerschaft zum Mitklatschen oder gar Tanzen verführen – wie es die mutigen Fünftklässlerinnen vormachten. Diese hatten allerdings die Schritte gerade in der Stunde davor im Sportunterricht von der ehemaligen Abiturientin Christina Klausmann gelernt, die erst vor wenigen Wochen von ihrem Freiwilligendienst in Bolivien zurückgekehrt war.



Eine bessere Müllentsorgung für Independencia

Christina Klausmann, letztjährige Abiturientin und für ein Jahr in Bolivien, stellt in diesem Film ihr Projekt in Independencia vor, das sich darum bemüht, die Abfallentsorgung zu verbessern. Zuerst soll über das Radio Ayopaya - Voz de los Andes über Umweltverschmutzung, Mülltrennung, Verrottung, Recycling, etc. informiert werden. In einem zweiten Schritt werden dann zwei verschiedene Müllsäcke an jeden Haushalt verschenkt, so dass organischer und anorganischer Müll getrennt entsorgt werden können. Auch durch Spendengelder, die die Bolivien-AG gesammelt hat, wird dieses Projekt möglich.

Ein Gruß aus Bolivien

Cover  Text der Postkarte   

Ein Brief aus Bolivien

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Die Bolivien-AG des Gymnasiums Schramberg bei Radio Neckarburg

Radio NeckarburgSpannende Einblicke in die Welt des Radios konnten am vergangenen Dienstag die Mitglieder der Bolivien-Arbeitsgemeinschaft erlangen. Sie waren zu Gast in der Sendung „Kirche live" des privaten Lokalsenders Radio Neckarburg, die jeden Dienstag zwischen 19 und 20 Uhr mit verschiedenen Themen und Gästen von Gemeindereferent Hans-Peter Mattes moderiert wird. Die Sendung mit dem Thema „Weihnachten überall" wird am heutigen Dienstag zwischen 19 und 20 Uhr auf der Frequenz 103.7 . ausgestrahlt. Herr Mattes war durch den Schramberger Bolivienhilfeverein Inti Ayllus, der vor Jahren auch einmal Thema einer Sendung war, auf die nun im zweiten Jahr existierende AG aufmerksam geworden. Diese hatte im vergangenen Schuljahr durch zahlreiche Aktionen fünf ehemalige Abiturienten in ihrem FSJ in bolivianischen Einrichtungen begleitet und ihnen durch ihre finanzielle Unterstützung kleine, eigene Projekte ermöglicht. Diese fünf Freiwilligen sind in der Zwischenzeit wieder hier und halten immer noch regen Kontakt zu den Mitgliedern der AG, zum Beispiel–wie geschehen am vergangenen Dienstag - indem zwei , nämlich Michael Siebers und Hannes Gaiser, die Gruppe zur Sendung begleiteten um u.a. auch über ihre Arbeit in Bolivien zu berichten.


Die Radiosendung:  

 Teil 1  
 Teil 2  
 Teil 3  
 Teil 4  
 Teil 5  
 
 

Unsere „neuen Ehemaligen “ in Bolivien

Nachdem aus dem letztjährigen Doppeljahrgang 5 Abiturienten (3 Jungs und 2 Mädchen) ein freiwilliges soziales Jahr in verschiedenen Projekten diverser Entsendeorganisationen im ärmsten Land Südamerikas verbracht haben, sind es auch aus dem diesjährigen, nur halb so großen Abi-Jahrgang wieder fünf - diesmal ausschließlich Mädchen, die sich für ein FSJ dort entschieden haben.

Es sind: Katharina Ginter, Elisa Ingelfinger, Christina Klausmann, Vanessa Moosmann, Verena Sekinger.

Ein unglaubliches Jahr….

Fünf ehemalige AbiturientenWie packt man ein ganzes Lebensjahr weitab der Heimat in einen kurzen Vortrag? Vor diesem Kunststück standen fünf der letztjährigen Abiturienten des Gymnasiums Schramberg, die gerne an ihre alte Schule zurückgekehrt waren, um über ihre Erfahrungen als Freiwillige in Bolivien und Peru zu berichten. Es hatten sich viele ihrer Lehrerinnen und Lehrer im Erdkundefachraum eingefunden sowie einige interessierte Oberstufenschüler/innen, die teilweise mit Eltern gekommen waren. Man war gespannt auf die Informationen aus erster Hand, die ja sonst nicht so häufig und vor allem so geballt zu erfahren sind. Ganz besonders freuten sich auch die Mitglieder der Bolivien-AG auf diese teilweise erste persönliche Begegnung mit den FSJlern, hatte man sie doch ein ganzes Schuljahr lang intensiv bei ihrer Arbeit begleitet.




„ya te vas a ir“ (Du gehst schon bald)

Ta01- das ist der Satz, den ich momentan wohl am meisten zu hören bekomme. Gleich danach: „no puedes quedarte?" (Kannst du nicht bleiben?). Liebend gern, aber das ist der Punkt, nein, bleiben geht nicht. Unaufhaltsam geht unser Jahr hier in Bolivien jetzt seinem Ende zu. Und leider geschieht dies viel zu schnell. Es kommt mir vor, als wäre es vor zwei Wochen gewesen, als ich zum ersten Mal ins Projekt gelaufen bin. Mein Projekt ist das Projekt „Betania" und ich habe es mir selbst ausgesucht. Es unterstützt Kinder und Jugendliche (17 Monate bis 18 Jahre) aus sozial sehr schwachen Familien vor allem bei ihrer schulischen Ausbildung. Es gibt Frühstück, Mittagessen und einen Nachmittagssnack.



Ein Jahr fern von zu Hause in einem Jungenheim arbeitend

Siebers01Nach elf Monaten in Bolivien, La Paz, kann man sagen, dass man so einige Erfahrungen für sein Leben gesammelt und auch sein Charakter sich verändert hat. Wie stark man sich verändert hat, wird man wahrscheinlich aber erst in Deutschland merken.
Mein Name ist Michael Siebers, ich habe vor einem Jahr mein Abitur am Gymnasium Schramberg gemacht und ich mache gerade ein Freiwilliges Soziales Jahr in Bolivien in einem Jungenheim, welches in einem Monat zu Ende gehen wird. Größtenteils herrscht gerade Vorfreude, aber auch Wehmut. Der Abschied von Bolivien und vor allen Dingen den Jungs aus meinem Projekt Casa Esperanza fällt mir jetzt schon schwer. Dies liegt fast ausschließlich an den 50 Jungs aus meinem Projekt. Das Gefühl wirklich gebraucht zu werden, ist ein Gefühl, welches man nicht sehr oft im Leben erfährt.

Eine Ballspende aus Schramberg

f019 Monate. Und so langsam beginnt die Freude auf die "alte Heimat" und gleichzeitig die Trauer über den Abschied aus der "neuen" Heimat. Die Gefühle sind derzeit sehr zweigeteilt und man weiß nicht so ganz, ob man sich nun freuen sollte oder nicht, da die Zeit wieder einmal rasend vorbei ging und man sich nun 9 Monate älter und um viele Erfahrungen reicher wiederfindet.
Nun zu meiner letzten Zeit - da in den vergangen 3 Monaten wieder einiges los war, über welches ich gerne berichten möchte.
Wie im vorherigen Bericht bereits gesagt, ging die Schule wieder los, aber mein angestrebtes Ziel, den Kindern das Handballspielen beizubringen, konnte ich allerdings nie in die Tat umsetzen, da der Lehrer die Kinder bereits seit April auf die jetzt Ende Mai stattgefunden Olympiadas (ein sportlicher Wettkampf, der über mehrere Tage und Disziplinen ausgetragen wird und an welchem die zwei Colegios von hier sowie 6 weitere Colegios der Umgebung teilgenommen haben, und der von ganz oben, nämlich von Präsident Evo Morales höchstpersönlich, ins Leben gerufen wurde und hier auf dem Dorf eindeutig etwas zu viel Stellenwert geniest) vorbereitet hat und somit keine Zeit dafür im
Sportunterricht war. Auch nachmittags und abends von 14 bis 21 Uhr war der Sportlehrer in der Sporthalle anzufinden, wo er jegliche Disziplin trainieren ließ.

Schwedenstühle in Santa Cruz

Fertig!Das Leben in Bolivien gefällt mir immer noch sehr gut und auch bei der Arbeit läuft alles in der gewohnten Art und Weise. Mein Mitfreiwilliger Kilian und ich führen immer noch unsere „Workshops" im Galpon fort. Montags geben wir Englischunterricht, dienstags bieten wir einen Bastelworkshop an, mittwochs spielen wir Theater mit den Kindern, donnerstags arbeiten wir mit den OLPC-Computern und freitags machen wir Judo. Wie man sieht, genießen wir einen richtig vollen und abwechslungsreichen Wochenplan und sind rund um die Uhr beschäftigt.
Unser aktuellstes Projekt war nicht nur ein Erfolg für uns, sondern vor allem auch eine schöne Aktion für die Kinder. Denn Kilian hatte die Idee, mit ihnen Schwedenstühle zu bauen, deren Konstruktion sehr einfach ist. Jeder einzelne besteht nur aus zwei Teilen, dem Sitz und der Lehne, die ineinander geschoben werden.