Gespräch mit Herrn BruggerNein! Natürlich schlafen wir nicht! Seit der Aktion „Faire Nikoläuse", die wir im Dezember an der Schule initiiert haben, bei der es grundsätzlich auch um fairen Handel und unsere Verantwortung bei diesem Thema ging, haben wir unser Augenmerk nun auf ein weiteres Thema gelegt, das auch uns Jugendliche betrifft: unsere Kleidung. Wer will nicht schick aussehen und modisch „up to date" sein? Was diesbezüglich angesagt ist, kann man in unseren Kleiderläden in großen Mengen kaufen.
Wer macht sich aber Gedanken darüber, unter welchen Umständen oft ein billiges Kleidungsstück, das vielleicht nur einen Sommer modern ist, hergestellt wird? Auch bei teuren Kleidern kann man nicht unbedingt sicher sein, dass es nachhaltig produziert wurde, also mit fairen Löhnen, umweltfreundlich und auch wirtschaftlich rentabel. Wir haben recherchiert und sind auf viele Missstände in der Textilbranche gestoßen...

Unser Arbeitsfeld soll ja unsere Schule sein - also : Was können wir in Sachen Kleidung hier bewegen? Dabei sind wir auf unsere Schulshirts und auch die Abikleidung gestoßen, die ja jährlich eingekauft wird. Also haben wir dem zukünftigen Abijahrgang 2016 einen Brief geschrieben und sie auf die Problematik aufmerksam gemacht. Wir hoffen, sie kaufen faire und umweltschonende Abikleidung ein.
Wegen einer fair produzierten Schulkleidung haben wir ein Gespräch mit Herrn Thomas Brugger, dem Vorsitzenden des Freundeskreises des Gymnasiums geführt, die bisher den Verkauf der Schulshirts organisiert haben. Der Freundeskreis unterstützt unser Vorhaben, das wir weiter verfolgen werden, sobald ein neues Logo für die Schule da ist.
Weiterhin ist uns das Thema „Papierverbrauch" an der Schule ein Anliegen. Woher kommt das Papier, gibt es auch beim Papier nachhaltige Produktion? Unsere Recherche ergab, dass der Recyclingpapiereinsatz in Deutschland wieder stark nachgelassen hat, obwohl das Papier qualitativ besser geworden ist. Deshalb planen wir eine Informationsaktion und versuchsweise den Verkauf von Schulheften, die zu 100 % aus recyceltem Papier bestehen – vielleicht wird sich ein monatlicher Verkauf auf dem Schulhof daraus ergeben.
Die von uns unterstützen Freiwilligen in Bolivien befinden sich schon fast wieder auf dem Heimweg – sie haben durch unsere finanzielle Unterstützung viel Gutes tun können in ihrer Einrichtung, in der sie gearbeitet haben – die drei neuen Freiwilligen Hannah Wild, Sarah Kubela und Janina Schmitt haben uns, bevor sie nach dem Abi die Schule verlassen haben, schon ihre neuen Projekte in Ghana, Bolivien und den Philippinen vorgestellt. Wir freuen uns darauf, sie im nächsten Schuljahr virtuell begleiten und finanziell unterstützen zu dürfen.