Tom Sawyer und Huckleberry Finn

Wie man andere überredet, den Zaun zu streichenVor 140 Jahren erschienen, haben die Abenteuer von Tom Sawyer auch heute nichts von ihrem Reiz verloren. Davon konnte man sich bei der Aufführung der Theater-AG unter der Leitung von Frau Dobler und Frau Hilt überzeugen, die dieses Stück Weltliteratur auf die Bühne brachten. Hier erlebt der jugendliche Held das, wovon seine Altersgenossen nur träumen dürfen: einmal Mittelpunkt einer bedeutsamen Begebenheit zu sein. Tom Sawyer, ärmlich, Waise, erlebt den Zauber der ersten Liebe, auch eine unverbrüchliche Freundschaft, durch Treueschwüre bekräftigt; er wird Zeuge eines Kriminalfalls, reißt aus und kehrt auf seiner eigenen Beerdigung zurück, immer begleitet von dem Herumtreiber Huckleberry Finn. Bei beiden vermischen sich noch alterstypisch Wirklichkeit und Phantasie und alles scheint möglich in St. Petersburg, dieser fiktiven Stadt am Mississippi. Aber der Roman von Mark Twain spiegelt auch die gesellschaftlichen Verhältnisse seiner Zeit wieder und so traten bei der Aufführung neben den barfüßigen Jungen auch prächtig kostümierte Damen und Herren der feinen Gesellschaft auf, eine überforderte Tante Polly, ein Alkoholiker, prügelnde Lehrer und zwielichtige Gestalten. Der Inszenierung gelang es, das Tempo der Vorlage auf die Bühne zu bringen, indem mit wenig Requisiten die Umbauten quasi im Vorübergehen bewerkstelligt und Szenen parallel gespielt wurden. So brachten die Akteure den feinen Humor, aber auch die Dramatik des Geschehens mit viel Elan zur Anschauung. Die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler aus der 6.-8. Klasse verkörperten ihre Charaktere überzeugend und nahmen so das Publikum mit in diese ferne und doch so vertraute Welt. Mit tosendem Applaus bedankten sich die Zuschauer bei ihnen für diesen kurzweiligen Theaterabend.

Der Musik Raum geben

SanierungsarbeitenDer Zustand der Musikräume gab seit vielen Jahren Anlass zur Klage, umso größer ist jetzt die Erleichterung über die Grundsanierung, die in den Sommerferien begonnen hat. Gründe dafür gab es zuhauf: Vor allem die Akustik bereitete große Probleme, die Räume hallten und wenn versucht wurde, gemeinsam zu musizieren, wurde es auch bei behutsamen Gebrauch der Instrumente schnell so laut, dass einem die Ohren dröhnten. Zudem waren die Räume dunkle Löcher, in die kein Tageslicht fiel und die wegen der alten Fenster nicht richtig gelüftet werden konnten. Doch jetzt wird alles anders: Die Räume werden akustisch optimiert, die Decke, die Fenster, der Bodenbelag, die Beleuchtung, das Mobiliar – alles wird runderneuert. Dazu wird auch medial aufgerüstet durch Whiteboards und WLAN und die Räume werden um 90 Grad gedreht, da dies vom Querschnitt der Räume her günstiger ist. Rechts neben den Musikräumen entsteht darüber hinaus ein neuer Vorbereitungsraum, wofür ein Teil der Garderobe „geopfert“ werden musste, was problemlos möglich war, da die dortigen Schließfächer in die oberen Stockwerke verlagert wurden. Der alte Vorbereitungsraum, ein fast lichtloses „Loch“, wird zum Abstellraum für Instrumente und soll später auch ein Tonstudio beherbergen, mit dem man Aufnahmen aus dem Musiksaal machen kann. Während der Umbauarbeiten wurden im 5. Stock zwei provisorische Musikräume eingerichtet, ein Zustand, an den man sich aber nicht zu gewöhnen braucht, sollen doch die Sanierungsarbeiten noch im 1. Halbjahr vollendet werden.

Ein neues Foto

Die Klassen nehmen ihre Plätze einvon unserer Schulgemeinschaft müsste mal wieder gemacht werden, diese Bitte wurde in letzter Zeit des Öfteren vernommen. Und richtig: Das letzte Foto datiert aus dem Jahre 2010, also war die Zeit gekommen, sich für ein neues auf den Schulhof zu positionieren. Ausgestattet mit einem Megaphon und seiner kräftigen Stimme, dirigierte Matthias Dobler die Klassen gekonnt auf ihre Positionen, so dass sie (nahezu) optimal standen für eine Aufnahme. Matthias King von der Agentur 4raum gab noch letzte Anweisungen und schon war das Fotoshooting vorüber und alle traten den Weg an zurück in den Unterricht.
Wie verlautet, kann das Foto in wenigen Tagen begutachtet und erworben werden.





In Trier: Auf den Spuren der Römer

GruppenbildVom 06.06.-10.06.2016 wurde für 30 Lateinschüler/innen der Klassen 9 die römische Spätantike im Rahmen einer fünftägigen Studienfahrt nach Augusta Treverorum, dem heutigen Trier, lebendig. Viele von den unzähligen Sehenswürdigkeiten nicht nur aus der Antike, sondern auch aus Mittelalter und Neuzeit, wurden an den ersten beiden Tagen auf zwei Rundgängen anhand von Schülerreferaten erschlossen. Angesichts der sommerlichen Temperaturen, die uns das für die Gegend typische milde Klima bescherte, waren wir am ersten Tag für die angenehme Kühle in der Gruft von Friedrich Spee dankbar. Nicht nur durch die erhaltenen Baudenkmäler, sondern auch durch zahlreiche, im Landesmuseum zu besichtigende Einzelfunde sind die Römer in Trier noch sehr präsent.So kann es durchaus geschehen, dass ein Trierer bei Gartenarbeiten einen über 18 kg schweren Münzschatz aus reinem Gold findet, mit dem er dann tags darauf vor dem Museumseingang steht.