Aufgebrochen, um die Lehren der Geschichte zu verstehen

Vor dem Rathaus von CharleroiDie deutsche Dichterin Ingeborg Bachmann schrieb einmal, dass die Geschichte andauernd lehre, aber keine Schüler fände. Um dieser pessimistischen Einschätzung etwas entgegenzusetzen, folgte der Geschichtsneigungskurs des Gymnasiums im Namen der Stadt Schramberg bereits zum dritten Mal der Einladung der deutschen Botschaft in Belgien, an der Gedenkveranstaltung zum Ersten Weltkrieg in Charleroi, der belgischen Partnerstadt von Schramberg, teilzunehmen. Und so reisten 12 Schülerinnen und Schüler in Begleitung von Frau Herzog als Vertreterin der Stadt und mit ihrem Geschichtslehrer Jürgen Hallmeyer von Dienstag bis Donnerstag nach Belgien und erlebten, auf welch vielfältige Weise man wichtiger geschichtlicher Ereignisse gedenken kann.




Zurück aus Afrika

Carla SchneiderEin Freiwilliges Soziales Jahr in einem afrikanischen Land, das bedeutete für Carla Schneider, Sarah Moosmann und Michael Marks unvergessliche Erlebnisse und prägende Erfahrungen. Zuerst berichtete Carla Schneider den Oberstufenschülern, was sie in Buyoga, einem kleinen Ort in Uganda, erlebt hat. Dort unterrichtete sie in der Schule St.Scholastica, in der behinderte Kinder mit Kindern ohne Handicap gemeinsam lernen, und half im Health Centre aus. An vieles habe sie sich erst gewöhnen müssen, so Sarah, etwa an die einfachen Lebensverhältnisse, das ungewohnte Essen, Schulklassen mit 70-95 Schülerinnen und Schülern, den Müll. Doch es gab nichts, womit man nicht zurechtkommen könne, zumal sie in diesem Jahr eindrückliche Erfahrungen gemacht habe. Immer wieder wurde sie von der Herzlichkeit und der Neugier der Menschen überrascht, so seien viele „Freundschaften fürs Leben“ entstanden. Auch habe sie viele ihrer Vorstellungen von einem Leben in Afrika korrigieren müssen. Es herrsche eben nicht nur Not und Elend, es gebe auch viele, die mit ihren Lebensumständen zurechtkämen.



Wandertag

WandertagNoch am Vortag sah es so aus, als fiele der Wandertag dem Regen zum Opfer. Aber dann waren die Prognosen doch so gut, dass am Morgen alle Klassen zu ihrer Tour aufbrechen konnten. Bei bedecktem Himmel und etwas Nieselregel machten sich die einzelnen Klassen auf ihren Weg durch den Schwarzwald, wo etliche Bäume sich schon herbstlich bunt eingefärbt hatten. Einige Klassen brachen direkt vom Gymnasium auf, andere ließen sich von Bussen zu ihren Ausgangspunkten bringen. Das Wetter hielt, sodass alle halbwegs trocken durch den Vormittag kamen. Einige Klassen hatten sich für eine etwas kleinere Wanderung entschieden und grillten oder trafen sich zum Kegeln. Sie alle dürften mehr Spaß gehabt haben als die 12er, die zu diesem Zeitpunkt ihre vierstündige Deutschklausur schrieben.