Das Bemalen der HändeZahlreiche Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Schramberg machten sich am Dienstag in der Pause auf den Weg zu den Mitgliedern des Kern-Kompetenz-Teams, welche die Aktion im Vorfeld geplant hatten. Alle mit dem Ziel, gegen den Einsatz von Kindersoldaten zu kämpfen. Weltweit werden ungefähr eine halbe Million Kinder und Jugendliche als Soldaten missbraucht und gezwungen zu töten. Diese Kinder werden durch Minenfelder getrieben, in der Spionage eingesetzt oder müssen an der Front kämpfen. So setzt sich die Organisation „terre des hommes“ für eine „Erde der Menschlichkeit“ ein. Eines der Ziele der Organisation ist der Schutz von Kindern vor Sklaverei, Ausbeutung und Missbrauch, so auch der Schutz von Kindern vor dem Missbrauch als Kindersoldaten. Nachdem die Aktion zum Red Hand-Day bei den Schülern des Gymnasiums im letzten Jahr schon gut angenommen worden war, entschloss sich die SMV, diese Aktion zu wiederholen. So hatten die Schüler am 12. Februar, dem offiziellen Red Hand-Day, die Möglichkeit, in den beiden großen Pausen ihre Hand rot anmalen zu lassen und den Handabdruck anschließend aufs Papier zu bringen.



Schlangen vor den StändenDie gesammelten Handabdrücke wurden anschließend an Politiker und wichtige Verantwortliche übergeben, um das Leid der Kinder zu mildern und mit der Zeit, diesem Leid ein endgültiges Ende zu setzen. Die Forderungen, welche damit an die Politiker gesendet werden, sind, dass kein Kind unter 18 Jahren in bewaffneten Gruppen, Armeen oder anderen militärischen Verbänden eingesetzt oder geschult werden darf. Weiterhin fordern die Schüler eine Bestrafung der Verantwortlichen, den Stopp von Waffenexporten und eine Förderung der Friedenserziehung. Speziell in Bezug auf die Kindersoldaten soll die finanzielle Unterstützung von Hilfsprogrammen ausgebaut werden, sodass ehemalige Kindersoldaten Schutz und Versorgung erfahren. Zu diesem Anlass hatten die Schüler die Möglichkeit genutzt und Politiker aus Schramberg eingeladen. Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr und der Vorsitzende des Stadtverbandes der CDU und Gemeinderat Thomas Brantner sowie Barbara Olowinsky als Vorstand des Frauenbeirates ließen sich diesen Termin nicht entgehen und gaben persönlich auf dem Schulhof ihren Handabdruck ab und kamen ins Gespräch mit einigen Schülern. Auch die kühlen Temperaturen und der Niederschlag während der Pausen hielten die Schüler nicht davon ab, nach draußen zu gehen, sich in der Schlange an einem der vier Stände anzustellen und ihren Handabdruck abzugeben. Die noch frischen Handabdrücke wurden zum Trocknen unter dem Dach aufgehängt und konnten von Schülern und Lehrern betrachtet werden. Nachdem alle Handabdrücke getrocknet waren, machten die Initiatoren der Aktion sich an das Auszählen und waren sehr glücklich darüber, knapp 270 Handabdrücke an die Politiker übergeben zu können.
Thalia Fehrenbacher (Jg.12)
OB Dorothee Eisenlohr, Thomas Brantner und die Schülersprecherinnen Rosa-Maria Schneider und Giulia Laufer