Carla SchneiderEin Freiwilliges Soziales Jahr in einem afrikanischen Land, das bedeutete für Carla Schneider, Sarah Moosmann und Michael Marks unvergessliche Erlebnisse und prägende Erfahrungen. Zuerst berichtete Carla Schneider den Oberstufenschülern, was sie in Buyoga, einem kleinen Ort in Uganda, erlebt hat. Dort unterrichtete sie in der Schule St.Scholastica, in der behinderte Kinder mit Kindern ohne Handicap gemeinsam lernen, und half im Health Centre aus. An vieles habe sie sich erst gewöhnen müssen, so Sarah, etwa an die einfachen Lebensverhältnisse, das ungewohnte Essen, Schulklassen mit 70-95 Schülerinnen und Schülern, den Müll. Doch es gab nichts, womit man nicht zurechtkommen könne, zumal sie in diesem Jahr eindrückliche Erfahrungen gemacht habe. Immer wieder wurde sie von der Herzlichkeit und der Neugier der Menschen überrascht, so seien viele „Freundschaften fürs Leben“ entstanden. Auch habe sie viele ihrer Vorstellungen von einem Leben in Afrika korrigieren müssen. Es herrsche eben nicht nur Not und Elend, es gebe auch viele, die mit ihren Lebensumständen zurechtkämen.



Sarah Moosmann und Michael MarksBeeindruckt hat sie auch, wie die verschiedenen Religionen friedlich miteinander leben. Die Spende der letztjährigen Weihnachtsfeier hat dem Health Centre den Kauf eines dringend benötigten Beatmungsgeräts für Neugeborene ermöglicht. Noch im Jahr zuvor waren vier Säuglinge verstorben, weil das alte nicht funktioniert hat.
Sarah Moosmann und Michael Marks waren zusammen im benachbarten Tansania, genauer in Mochis, einem recht großen Ort in der Nähe des Kilimandscharos. Für sie gestaltete sich die Eingewöhnung in eine fremde Kultur einfacher, da in Mochis die Lebensverhältnisse nicht ganz so schlicht sind wie in Buyoga. Beide unterstützten die Arbeit der Lehrkräfte an der Mwereni School und verwirklichten Projekte mit den Schülern, so gestalteten sie z.B. die Schulwände neu. Die Materialien, die sie dafür benötigten, kauften sie von den Spenden der Weihnachtsfeier. Auch die Küche der Schule konnte so von Grund auf renoviert werden.
Zum Abschluss informierten sie die Oberstufenschüler noch darüber, wo man sich für ein FSJ im Ausland bewerben kann und wie umfassend man darauf vorbereitet wird. Vielleicht überlegt sich jetzt der ein oder andere, so etwas nach dem Abitur zu machen.