Bernhard DennigNach der Begrüßung der „alten und derzeitigen Weggefährten eines engagierten Pädagogen“ durch den stellvertretenden Schulleiter Matthias Dobler blickte Thomas Steiner, Abteilungsdirektor des Regierungspräsidiums Freiburg, zurück auf das lange pädagogische Wirken unseres scheidenden Schulleiters Bernhard Dennig. Es sei ein Glück, so sein Fazit, für das Gymnasium, aber auch für die Stadt Schramberg, dass dieser so lange und zum Schluss in höchster Position hier gewirkt habe. Dies sah der Oberbürgermeister Thomas Herzog nicht anders. Er hob in seiner Rede vor allem die vielen Neuerungen hervor, die unser Schulleiter in den 14 Jahren seiner Tätigkeit angestoßen und durchgesetzt hat: von dem Bau der Mensa, der Neugestaltung des Schulhofes über die Renovierung zahlreicher Fachräume bis hin zur digitalen Ausstattung unserer Schule.



Überreichung der Urkunde über die Versetzung in den Ruhestand„Sie können mit großer Zufriedenheit auf das Geleistete zurückblicken“, so Herzog. Im Namen der Schülerschaft bedankte sich Rosa-Maria Schäfer für die Offenheit und die Unterstützung von Bernhard Dennig mit einem besonderen Gemälde, das einen Baum zeigt, dessen Blattwerk aus den Fingerabdrücken aller Schülerinnen und Schüler unserer Schule besteht. Den Dank des Kollegiums überreichte Ruth Bihlmaier, Vorsitzende des Personalrats: In einem Film brachten alle Kolleginnen und Kollegen ihre Wünsche an Bernhard Dennig plakativ und mit viel Kreativität und Humor zum Ausdruck. Im Wissen um dessen Begeisterung für die Oper überreihte R.Bihlmaier als Präsent noch einen Gutschein für eine Aufführung an der Bayerischen Staatsoper. Die Elternbeiratsvorsitzende Bärbel Munzinger hob in ihrer Rede hervor, dass Bernhard Dennig immer ein offenes Ohr für die Wünsche der Eltern gehabt habe, und der Vorsitzende des Freundeskreises, Thomas Brugger, verwies nach einem sehr persönlichen Rückblick auf die gemeinsame Zeit auf die Bildungspartnerschaften, die in den letzten Jahren geschlossen worden sind. Gerade als Unternehmer wisse er, wie essentiell es sei, dass Schüler ab einem gewissen Alter Kontakte zu Unternehmen haben. Tanja Witkowski, geschäftsführende Schulleiterin der Grundschule in Tennenbronn, unterstrich in ihrem Grußwort die Kooperation des Geschenk der SchülerschaftGymnasiums mit den Grundschulen, die Bernhard Dennig initiiert habe. So arbeiteten heute die Chemie-Fachschaft, die Theater-AG, aber auch die Schulsanitäter mit den Grundschulen zusammen. Martin-Ulrich Merkle, evangelischer Oberkirchenrat und ein „alter Studienfreund“ von Bernhard Dennig, der gerade selbst in den Ruhestand verabschiedet worden ist, hob hervor, dass dieser trotz aller Belesenheit nie ein „Stubengelehrter“ geworden sei. „Du hast dich immer denen verpflichtet gefühlt, die dir anvertraut waren.“ Jetzt war es an Bernhard Dennig, das Wort zu ergreifen. Nach der Schilderung einiger einprägsamer wie prägender Szenen aus seiner Anfangszeit als Pädagoge betonte er, dass er schon früh die Vorteile eines ländliches Gymnasiums schätzen gelernt habe. Hier treffe man auf Schüler, die noch Lernbereitschaft zeigten und einen gewissen Respekt vor den Lehrern hätten. Sein pädagogisches Handeln sei immer von seiner „protestantischen Grundüberzeugung“ geleitet gewesen. Dazu gehöre, dass jeder Mensch das Recht habe, ein anderer zu werden. Man müsse einem Kind oder Jugendlichen immer „Entwicklungsmöglichkeiten zusprechen, die vielleicht gerade noch nicht zu sehen sind.“ Feststellungen, dass jemand eben ein fauler oder aufsässiger Schüler sei, hätte er immer widersprochen. Darüber hinaus sei ihm immer klar gewesen, Danksagung des Kollegiums dass einer des anderen Last tragen müsse, wie es in Galater 6,2 steht. Eine Schule könne nicht von Solisten getragen werden, sondern nur von Leuten, die bereit seien, für andere in die Bresche zu springen. Die dritte Richtschnur seines Handelns sei das Streben nach Gerechtigkeit gewesen, nicht immer einfach beim Umgang miteinander oder bei der Notengebung. Zum Schluss müsse er sich bedanken bei all denen, die ihm sein Wirken erst ermöglicht hätten. Bernhard Dennig erinnerte hier an den zu früh verstorbenen stellvertretenden Schulleiter Paul Flaig, der ihn ermutigt habe, Schulleiter zu werden. Doch sein Dank gelte auch all denen, auf deren Hilfe, Wohlwollen und Zusammenarbeit man als Schulleiter angewiesen sei. Er gelte somit den Vertretern des Regierungspräsidiums und der Stadt Schramberg, dem Schulverein, dem Hausmeister, den Reinigungskräften, den Schülerinnen und Schülern, den Kolleginnen und Kollegen, den Sekretärinnen, den Abteilungsleitern und dem stellvertretenden Schulleiter. Und auch seinem Rennrad, auf ihm habe er immer Entspannung und neue Kraft gefunden. Mit minutenlangen stehenden Ovationen bedankten und verabschiedeten sich am Ende alle Anwesenden von Bernhard Dennig.
Künstlerisch bereicherte die Bigband unter der Leitung von Johannes Romer, die Tanz-AG unter der Leitung von Melina Kopp, Yllka Selmani und Elisa Gottschalk und die Streicher-AG unter der Leitung von Valerie Bantle und Benedikt Schäfer die Verabschiedung unseres Schulleiters.

BigbandTänzerinnen der Unterstufe









Auftritt der Tänzerinnen mit der Sängerin Sophie KußbergerUnsere Streicher