Wir in LyonIn diesem Jahr ging die Studienfahrt der Französischklasse 9a und 9d mit den Begleitlehrern Frau Gottschalk und Herrn Kauth nach Lyon in Frankreich. Am Montag, dem 25.3.19 fuhren wir mit dem Zug von Hornberg aus los nach Lyon, wo wir die Woche bis zum Freitag, dem 29.3. im „Away Hostel“ übernachteten.
Am Dienstag wurden wir mit „Vieux Lyon“, dem alten Teil der Stadt, durch eine auf Französisch gehaltene Führung bekannt gemacht. Die Straßen in Vieux Lyon sehen aus wie aus alten Filmen: verschlungene, kleine, romantische Gassen, Cafés, die nach Kaffee und Crêpes duften, und Leute, die sich auf Französisch unterhaltend an uns vorbeischlendern. Wir lernten die nirgendwo außer in Lyon existierenden „Traboules“ kennen. Dies sind versteckte Gänge und Passagen, die schnelles Vorankommen abseits der Straßen ermöglichen.



Die Straßen in Vieux Lyon Einige von uns versuchten später in der Freizeit, erneut diese Abkürzungen zu nutzen, doch diese sind nur für das Auge der Einwohner von Lyon bestimmt und wir konnten sie leider nicht mehr ausfindig machen, was uns in einige Sackgassen führte. Später ging es dann zu einem Filmmuseum, welches Originalrequisiten aus berühmten Filmen wie „Harry Potter“, „MIB“ oder „Das Parfüm“ zeigt und Miniaturszenen ausstellt. Alles ist so realistisch dargestellt, dass man auf Fotos nicht ausmachen kann, welches echte, welches Miniaturszenen sind.
Der Mittwoch gestaltete sich als ein sehr historisch angehauchter Tag. Zuerst fuhren wir mit der Metro ins Théâtre des Célestins, welches schon im Jahr 1877 eingeweiht wurde und wo auch heute noch neue Stücke gespielt werden. Das Theater ist in vier Sitz-Etagen eingeteilt, mit wunderschönen, alten Büsten, Decken- und Wandmalereien geschmückt und man kann sich regelrecht vorstellen, wie es früher an Theaterabenden mit vielen Leuten in wunderschönen Abendkleidern aussah. Wir durften die Bühne von jedem Balkon herab betrachten, auch von denen, die in schwindelerregender Höhe angelegt waren, wobei wir alle nachvollziehen konnten, warum die Damen von früher so oft im Theater ohnmächtig wurden - auch ohne Korsett. Danach fuhren wir mit der Metro zum Institut der Familie Lumière, wo der Kinematograph erfunden und der erste Film gedreht wurde. Auch dort wurden wir von einem Führer herumgeführt, mit den Erfindungen der Lumières, der Entwicklung der Kinematographie und der ersten Filmkamera vertraut gemacht. Im hauseigenen Kino wurde uns dann eine Dokumentation über Alfred Hitchcock gezeigt, in der berühmte Filmszenen im Hinblick auf Spannung erzeugende Techniken analysiert wurden.
Futuristische GebäudeAm Donnerstag erwartete uns ein Spaziergang zur Spitze der Halbinsel von Lyon, wo die Rhône und die Saône zusammenlaufen. Nachdem wir die erste Hälfte der Strecke entlang des Flussufers der Rhône gelaufen waren, durchquerten wir die Innenstadt, um an die Saône zu gelangen. Dort führte unser Weg entlang von Hausbooten, die gerade für den Sommer repariert wurden und worauf es geschäftig zuging, wir sahen alte, verlassene Fabrikgebäuden und erreichten schließlich das futuristische Viertel, welches von leuchtenden Farben, unnatürlichen Formen sowie unglaublich vielen Fenstern und Spiegelflächen geprägt ist. Dort befindet sich auch das Musée des Confluences, ein sehr futuristischer Bau aus Glas und Metall. Dort verbrachten wir dann einige freie Zeit und betrachteten alte, schon längst ausgestorbene Tierarten, Überreste von alten Traditionen und menschliche sowie tierische Skelette. Danach hatten alle Freizeit und konnten am letzten verbleibenden Tag noch lange in Lyon herumlaufen, shoppen oder bummeln.
Am Freitag, dem Tag der Abreise, wurde gepackt und aufgeräumt. Um 11 Uhr standen wir vollbepackt an der Metrostation, um zum TGV zu gelangen, der uns nach Strasbourg brachte. Und schon am späten Nachmittag waren wir wieder in Hornberg.
Es war eine wirklich wundervolle Reise, an die wir uns noch lange erinnern werden, auch wenn diese Woche leider so schnell herumgegangen ist. Die Stadt Lyon wird uns noch lange in Erinnerung bleiben und ist vielleicht schon heute bei einigen als zukünftiges Reiseziel wieder eingeplant.
Laura Jakubaschk 9a, Sophie Kussberger 9a
Gruppenfoto