Im GebetsraumNicht nur über fremde Religionen reden, sondern mit ihnen ins Gespräch kommen, das ist das Ziel der Exkursion zur Moschee in Gengenbach, die an unserer Schule inzwischen Tradition geworden ist. „Wir dachten schon, sie kommen uns dieses Jahr gar nicht besuchen“, so wurden wir vom Vorsitzenden der Gemeinde, Serafettin Ucar, aufs Herzlichste begrüßt. Im Gebetsraum der Moschee mussten die Schülerinnen und Schülern noch aufgefordert werden, ihre Scheu abzulegen und sich einfach mitten im Raum auf dem Teppich niederzulassen, sodass der Imam beginnen konnte, ihnen die Moschee und die Glaubenspraxis vor Ort zu erläutern. Anschaulich wurde den Schülerinnen und Schüler der Ablauf der rituellen Waschung vor dem Gebet vorgeführt, auch stimmte der Imam am Ende seiner Ausführungen den Gebetsruf an, der in vielen muslimischen Ländern fünfmal am Tag vom Minarett erschallt.



Im NebensaalAuf die Schwerpunkte der Gemeindearbeit ging Serafettin Ucar näher ein. Er betonte vor allem die Wichtigkeit der Jugendarbeit, um gerade junge Menschen davor zu bewahren, falsche Wege einzuschlagen. Im Nebensaal der Gemeinde schilderte er den 8.Klassen, wie am Ramadan das gemeinsame Abendessen organisiert wird, und lud dazu ein, ruhig einmal vorbeizuschauen, denn alle, auch Nichtmuslime, seien hierzu herzlich eingeladen. Schon vorher zeigte sich diese Gastfreundschaft, standen doch beim Verlassen des Gebetsraums Getränke und leckeres, selbst gemachtes Gebäck für uns Besucher bereit. So haben die Schülerinnen und Schüler nicht nur viel über die Praxis des Islam gelernt, sondern auch erfahren, wie Angehörige verschiedener Religionen sich offen und freundschaftlich begegnen können.


Gruppenbild