Rote HandAnlässlich des Internationalen Tages gegen den Einsatz von Kindersoldaten fand am Gymnasium die Aktion "Rote Hand" statt. Mit ihr demonstrierten die Schülerinnen und Schüler gegen die Rekrutierung von Minderjährigen für militärische Dienste, gegen die Bewaffnung von Kindern sowie gegen Waffenexporte aus Deutschland. Weltweit sind etwa eine Viertel Million Kindersoldaten in Krisengebieten im Einsatz. Sie kämpfen für staatliche Armeen oder Bürgerkriegsparteien, werden als Spione eingesetzt oder zu den unterschiedlichsten Hilfsdiensten herangezogen. Viele Kindersoldaten werden zudem sexuell ausgebeutet. Unter den Folgen dessen, was Kindersoldaten erleben, leiden viele von ihnen ihr Leben lang. Um ein Zeichen gegen den Missbrauch von Mädchen und Jungen als Kindersoldaten zu setzen, organisierte die SMV die Beteiligung des Gymnasiums an der Aktion "Rote Hand". Unterstützt wird die Aktion von einem Bündnis verschiedener Hilfsorganisationen wie terre des hommes und Unicef.




Die Schülersprecherinnen mit dem OB Thomas HerzogIn der großen Pause sammelten die Schülerinnen und Schüler rote Handabdrücke zum Zeichen des Protests gegen den Einsatz von Kindersoldaten. Die gesammelten Handabdrücke übergaben die Schülersprecherinnen Rosa-Maria Schneider und Giulia Laufer an Oberbürgermeister Thomas Herzog. Dabei baten die Schülerinnen den OB, sich dafür einzusetzen, dass Deutschland keine Waffen mehr in Konfliktgebiete exportiert. „Unsere Mitschüler haben sich sehr für die Aktion interessiert“, berichteten Rosa-Maria und Giulia nach der Aktion. Beide zeigten sich begeistert davon, dass viele Schülerinnen und Schüler die große Pause genutzt hatten, sich über das Problem der Kindersoldaten zu informieren und gleichzeitig aktiv zu werden.
Martin Ehrenfeuchter
Rote Hände