Diese und weitere Fragen standen im Mittelpunkt eines Besuchs des Wildtierexperten Peter Sürth in den fünften Klassen des Gymnasiums. Seit einigen Jahren finden Wölfe in Deutschland neue Lebensräume. Die Tiere, die seit dem 19. Jahrhundert als ausgerottet galten, wurden in den letzten Jahren auch in Baden-Württemberg immer wieder gesichtet. Aber was die einen als eine Bereicherung der Natur betrachten, macht anderen Angst.
Mit den Vorzügen einer erneuten Ansiedlung von Wölfen in Deutschland, aber auch mit den Gefahren, die damit verbunden sind, beschäftigten sich nun die Schülerinnen und Schüler der fünften Klassen des Gymnasiums. Im BNT-Unterricht setzten sie sich mit den Säugetieren auseinander.

In diesem Zusammenhang beschäftigten sich die Schüler mit dem Wolf. Der Biologe Peter Sürth, einer der führenden Wildtierexperten Deutschlands, berichtete den Schülern nun über seine Forschungen rund um Wolf und Luchs. Dabei machte er auf den Gewinn aufmerksam, den Wölfe für das Zusammenleben in der Natur darstellen können. Er sensibilisierte die Schüler aber auch für den Schaden, den Wölfe anrichten können: „Macht euch klar, dass Wölfe Wildtiere sind. Man darf sie nicht anfüttern“, verdeutlichte Sürth den Schülern. Wenn sich Wölfe an die Gegenwart von Menschen gewöhnten, würden sie gefährlich. Daher beschäftigten sich die Schüler im Unterricht auch mit der Frage, wie man Bauern und Schäfern im Umgang mit Wölfen helfen könnte. Denn die Schüler fanden es gut, wenn Mensch und Wolf langfristig friedlich zusammenleben könnten.
Martin Ehrenfeuchter