Singen mit MaibaumNichts weniger als eine kurze Geschichte der Musik wurde dem Publikum versprochen und so begann das Kurskonzert des Neigungsfachs Musik auch in der Urzeit, als die Menschen der Natur und sich selbst die ersten Töne entlockten: Musik mit Händen und Füßen, Schenkeln und Brust – sie bildete den Auftakt der Reise durch die Musikepochen. Die Möglichkeiten der menschlichen Stimme traten im nächsten Auftritt dazu, so stimmten die Jungen gregorianische Gesänge an. Doch mit dem Dazutreten der Mädchen erfuhr dieses geistliche Liedgut plötzlich eine sinnliche Verwandlung. Sie flochten „La Macarena“ in den männlichen Gesang ein, was den Chor zum Tanzen brachte. Und schon war man in der Renaissance, wo mit einem Mailied der Frühling begrüßt wurde, natürlich erst, nachdem der festlich geschmückte Maibaum auf die Bühne gefahren war.



Musik der KlassikBei einem Gang durch die Musikgeschichte darf natürlich einer nicht fehlen: J.S.Bach. Mit ihm wurde das Zeitalter des Barocks eröffnet und zum ersten Mal tauchten auf der Bühne auch Musikinstrumente auf, hier ein einzelnes Cello. Schon in der nächsten Epoche, der Klassik, kamen vermehrt Instrumente auf. Zwei Duette beindruckten das Publikum, zuerst Cello und Geige, danach Flöte und Klarinette, bis dann auch das Klavier seinen ersten Einsatz hatte. Ihm wurden Töne von Franz Schubert entlockt, bevor Chopins Revolutionsetüde das Publikum in die Romantik entführte. Jetzt brach die Neuzeit Musik der Klassikan, erst besinnlich mit zwei Spirituals und mit einer Komposition von Stefan Schäfer für Klavier und Kontrabass, dann temperamentvoller mit der Jazz-Combo. Sie jazzte die Bühne und das Publikum zog mit. Nun war es Zeit, nicht das Ende der Musikgeschichte, aber das Ende des Konzerts einzuleiten. Dazu versammelten sich die Kursteilnehmer mit all ihren Instrumenten auf der Bühne und stimmten, in Erinnerung an die kürzlich verstorbene Sängerin der Cranberries, Dolores O'Riordans, „Zombie“ an, bevor dann mit „Skyfall“ der musikalische Schlusspunkt gesetzt wurde. Doch dieses überaus gelungene Konzert sollte noch ein Nachspiel haben, denn das begeisterte Publikum forderte eine Zugabe. Und so konnten alle beim Klassiker „Hit the road Jack“ noch einmal richtig loslegen, zur Freude aller, die an diesem Abend das Kurskonzert besucht haben.
Es spielten und sangen: Felix Armbruster (Schlagzeug), Lea Kaupp (Querflöte), Elena Kiolbassa (Klarinette), Melina Kopp (Geige), Annika Leib (Horn), Benedikt Moser (Kontrabass und E-Bass), Lisanne Nagel (Klavier und Geige), Tobias Neubacher (Klavier), Anselm Pfaff (Klavier, Melodika und Sologesang), Kira Roming (Gitarre), Benedikt Schäfer (Cello, Posaune und Sologesang).

In der NeuzeitJazz-Combo









SkyfallHit the road Jack