GruppenbildNach vielen Wochen der Vorfreude und beim ein oder anderen mit Sicherheit auch etwas Aufregung war es endlich soweit: Die Abreise zur Englandfahrt der gesamten Jahrgangsstufe 10 stand bevor. Treffpunkt sollte Samstag, der 17.03.2018 um 23.00 Uhr am Gymnasium sein, damit wir pünktlich um 23.15 Uhr abfahren konnten. Jedoch hatten wir nicht mit schlechtem Wetter gerechnet und waren somit völlig von dem wenige Stunden zuvor einsetzenden Schneesturm überrascht, sodass schon für viele Schüler und auch Lehrer allein der Weg zum Gymnasium zum Abenteuer wurde. Da aber trotzdem niemand allzu spät ankam, konnten wir mit nur einer Viertelstunde Verspätung, also um 23.30 Uhr, in Richtung England losfahren. Nach einigen Stunden Fahrt hatten wir schließlich die Autobahnraststätte, an welcher der Busfahrerwechsel stattfand, erreicht.



Pier mit SchneeHier stellte sich dann auch heraus, dass man schon relativ sicher sagen konnte, dass die Fähre, welche am nächsten Morgen zur Überfahrt vom französischen Hafen in Calais bis ins englische Dover genutzt werden sollte, aufgrund verschneiter Fahrbahnen und daraus folgender Verspätung von uns nicht mehr pünktlich erreicht werden würde. Mit ungefähr zwei Stunden Verspätung kamen wir am Sonntagmorgen dann im Hafen von Calais an, wo wir nach den Passkontrollen am Zoll auf die Fähre einchecken konnten. Die Fährüberfahrt verlief bis auf einige etwas stärkere Wellen, die man deutlich an der wankenden Einrichtung des Schiffes erkennen konnte, sehr gut, sodass wir schließlich die Fähre nach ungefähr eineinhalb Stunden Fahrtzeit am Hafen von Dover wieder verlassen konnten und dann nach weiteren zweieinhalb Stunden Fahrt unseren Zielort Brighton erreichten. Da wir bereits am frühen Nachmittag ankamen, die Gasteltern aber aufgrund ihrer Berufstätigkeit erst ab dem frühen Abend Zeit hatten, uns abzuholen, blieb so lange noch Freizeit, welche mit einem Stadtbummel durch Brightons Innenstadt (die Geschäfte haben dort auch sonntags geöffnet) oder auch einer Tasse Tee in einem der vielen kleinen Cafés gefüllt werden konnte. Da das Wetter in England am Anreisetag allerdings auch nicht sonderlich gut war und es zeitweise sogar schneite, kehrten alle schon früher als geplant zum Bus zurück, um sich dort noch einmal aufzuwärmen und zu warten, bis die Gastfamilien kamen, um alle abzuholen. Nachdem alle von ihren Gastfamilien abgeholt worden waren, wurde bei diesen noch zu Abend gegessen und im Anschluss fielen wir auch schon müde und erschöpft von der Reise ins Bett.
Tower Bridge von der Themse ausAm Montag, unserem ersten kompletten Tag in Brighton, trafen wir uns morgens alle gemeinsam am Gartencenter, um zusammen einen ungefähr 40-minütigen Fußweg bis zum Brighton Pier zurückzulegen, wo wir uns dann mit unseren Guides für die Stadtführung trafen. Die Stadtführung, welche durch ganz Brighton an wichtigen Orten und Gebäuden der Stadt vorbeiführte, war zwar interessant, jedoch waren aufgrund der Kälte alle froh, als diese zu Ende war und die daran anschließende Mittagspause in einem der vielen Läden oder auch Restaurants verbracht werden konnte, wo es immerhin warm war. Im Anschluss an die Mittagspause besichtigten alle den Royal Pavilion, welchen der „Prince of Wales“ in den Jahren 1815-1822 in Brighton erbauen ließ und welcher nach originalgetreuen Restaurationen heute als Museum dient. Nach der Besichtigung dieses Palastes blieben uns noch einmal ein paar Stunden Zeit zur freien Verfügung in Brighton, bis schließlich alle gemeinsam wieder zum Gartencenter liefen, wo die Gasteltern teilweise sogar schon warteten.
Am Dienstag, dem 20.03.18, kam dann endlich der lang ersehnte Tag, denn wir fuhren schon früh morgens los nach Greenwich, um von dort aus mit dem Schiff über die Themse nach London zu fahren. Die Fahrt auf dem Schiff war sehr schön und das Wetter an diesem Tag auch. Als wir in London ankamen, konnten wir schon den Big Ben sehen, wobei sehen vielleicht etwas zu viel gesagt ist, denn da er momentan aufgrund von Bauarbeiten eingerüstet ist, konnte man ihn lediglich erahnen. Nach einem gemeinsamen Spaziergang mit den Lehrern durch die Stadt und an wichtigen Sehenswürdigkeiten wie z.B. der Downing Street, dem Buckingham Palace oder dem Trafalgar Square vorbei, wurden wir schließlich mit Stadt- und U-Bahn-Plänen entlassen, um London zu erkunden. Am Abend wurden wieder alle von ihren Gastfamilien am Gartencenter in Brighton abgeholt.
Buckingham Palace mit der Royal Standard - die Queen ist anwesendAm Mittwoch, dem leider schon letzten kompletten Tag in England, machten wir uns mit dem Bus auf den Weg nach Hastings, um dort die alten Schmugglerhöhlen und auch das Hastings Castle zu besichtigen. Im Anschluss daran blieb noch etwas Zeit zur freien Verfügung, welche viele dafür nutzten, die typisch englischen „Fish and Chips“ zu probieren. Frisch gestärkt ging es dann mit dem Bus zurück nach Brighton, wo noch einmal die Zeit bei schönem Wetter genossen werden konnte, um noch einmal shoppen zu gehen, eine Runde durch die Stadt zu laufen oder am Brighton Pier sein Kleingeld in den Spielhallen zurückzulassen. An diesem Tag war es auch gut möglich, am Strand noch einige schöne Erinnerungsfotos für Zuhause zu schießen, bevor es dann ein letztes Mal in die Gastfamilien zurückging. Denn am nächsten Tag, am Donnerstag, stand leider schon die Abreise bevor.
Am Donnerstagmorgen wurde das restliche Gepäck in die Koffer gepackt, sich von den Gastfamilien verabschiedet und mit dem Gepäck zum Bus gefahren, um dieses zu verladen. Jedoch wurde vor der endgültigen Abreise noch eine Sprachschule besucht, in der durch Spiele noch einmal etwas Englischsprechen gefordert wurde oder bei einer Selfie Tour Selfies mit bestimmten vorgegebenen Sehenswürdigkeiten oder anderen in Brighton zu findenden Dingen geschossen werden mussten, wie z.B. einem Engländer mit langem Bart oder einem typisch englischen Hund. Im Anschluss an die Sprachschule blieb noch einmal Zeit, sich mit einem Mittagessen in der Stadt für die lange Fahrt zurück nach Schramberg zu stärken oder sich noch das letzte Souvenir für Familie oder Freunde zu kaufen, bevor dann alle in den Bus stiegen, um ohne irgendwelche Komplikationen und sogar eine Stunde früher als geplant am Freitagmorgen um 6.00 Uhr in Schramberg anzukommen, wo alle schon von ihren Eltern am Gymnasium erwartet wurden.
Thalia Fehrenbacher (10a)