Die beiden Gewinner des SonderpreisesBeim Regionalwettbewerb von „Jugend forscht“ 2018 konnten Vera Petri und Noa Bihlmaier bereits im Februar mit ihrem Projekt „Aluminium überall“ im Fachbereich Chemie die Jury überzeugen und sich somit zum Landeswettbewerb in Stuttgart qualifizieren. Vergangene Woche sind dort im Haus der Wirtschaft die besten Projekte des Landes gegeneinander angetreten. Mit ihren weiteren Untersuchungen, die die beiden seit dem Regionalwettbewerb durchführen konnten, setzten sie nun die Krone auf ihr Projekt mit der Fragestellung, inwieweit bei bestimmten Flüssigkeiten und vor allem in welchen Mengen Aluminiumionen aus Aluminiumtrinkflaschen herausgelöst werden. Die beiden Schramberger Gymnasiasten überzeugten mit ihrem Projekt die Jury des Landeswettbewerbs und konnten sich über den Sonderpreis Chemie der Reinhold Beitlich Stiftung freuen.


Die Präsentation der ErgebnisseUnter dem Titel „Aluminium überall?“ haben Vera Petri und Noa Bihlmaier ein quantitatives Messverfahren zur Bestimmung von Aluminiumionen entwickelt. Diese lösen sich aus Lebensmittelbehältern aus Aluminium wie Trinkflaschen heraus, wenn Flüssigkeiten mit deren Oberflächen in Kontakt kommen. Die Idee für ihr Forschungsprojekt hatten die beiden Jugendlichen durch die immer wieder aufflammende Diskussion, in welchen Maßen Aluminium das Brustkrebs- und Demenzrisiko erhöht. Durch ein spektralphotometrisches Nachweisverfahren zeigten ihre Ergebnisse beim Regionalwettbewerb in Freiburg schon, dass vor allem Mineralwasser sowie Getränke mit Fruchtsäuren die Aluminiumoxidschicht der Flaschen angreifen. Insbesondere das Einfüllen von kohlensäure- und milchsäurehaltigen Getränken sollte vermieden werden. In Stuttgart nun konnten die beiden Jungforscher das interessierte Publikum darüber informieren, dass sich die Wirkung der Säureionen auf das Herauslösen von Aluminiumionen mit der Zugabe von Chloridionen verstärkt. Erst durch die Zusammenarbeit mit dem Schülerforschungszentrum Tuttlingen war es den beiden möglich, das Verfahren dort gemeinsam mit dem Standortleiter Manuel Vogel und ihrer betreuenden Lehrkraft Dr. Birgit Santalucia weiterzuentwickeln und die interessanten Ergebnisse zu erzielen. Ermutigt durch die erfolgreiche Teilnahme beim Landeswettbewerb haben die Gymnasiasten ihre Projektarbeit nun auch beim BundesUmweltWettbewerb eingereicht. Die beiden sind sich darüber einig, dass eine Qualifikation zum Landeswettbewerb von „Jugend forscht“ keine Selbstverständlichkeit ist. „Vor allem die Atmosphäre und die faszinierenden Projekte haben die drei Tage in Stuttgart zu etwas Unvergesslichem gemacht“, meint Vera Petri.
Vera Petri (Jg.12)