Vortrag in der AulaÜber Wölfe wird in Deutschland diskutiert, seit im Jahr 2000 die ersten Wolfswelpen in der Oberlausitz geboren wurden. Inzwischen durchstreifen über 40 Wolfsrudel unsere Wälder und im letzten Jahr wurde der erste Wolf in Baden-Württemberg gesichtet. Die einen freut die Rückkehr der eher scheuen Tiere, bei anderen löst die Anwesenheit des Wolfes Angst und Besorgnis aus. Schäfer fürchten um ihre Tiere, Eltern machen sich Sorgen um ihre Kinder. Wildtierexperte Peter Sürth von der Organisation „Human-Wildlife Info“ erforscht seit vielen Jahren die Lebensweise des Wolfes und konzentriert sich dabei insbesondere auf das Zusammenleben von Wolf und Mensch.


Neben sich einen lebensgroßen Pappwolf berichtete er den Schülerinnen und Schülern der 5. und 11. Klassen in der Aula von seinen Erfahrungen mit den Raubtieren. Immer wieder strich er dabei heraus, dass der Wolf den Menschen eigentlich meidet und somit viele Ängste, die sich in der Bevölkerung finden, unbegründet sind. Sehr anschaulich schilderte er seine Erlebnisse aus Rumänien oder Kanada, erläuterte Gipsabdrücke von Fußspuren des Urahnen unseres Hundes und erklärte Filmaufnahmen, die während seiner jahrelangen Forschung entstanden sind. Dabei zeigte er auch problematische Situationen, beispielsweise Wölfe, die auf Müllhalden nach Futter suchen oder die durch die Straßen kleinerer Ortschaften streifen. Sürth plädierte hierbei für Fairness im Umgang mit dem Wolf, was für ihn bedeutet, dass der Mensch akzeptieren muss, dass er seinen Lebensraum mit dem Wolf teilen und dessen Verhalten tolerieren sollte. Auch wenn einige zum Schluss nicht mit allen Ansichten von Peter Sürth übereinstimmten, so konnte er doch alle Schüler, aber auch die anwesenden Lehrer für sein Thema begeistern.