VollversammlungDie verfassungsgebende Versammlung, der Planungsstab des Projekts „Schule als Staat“, hatte ihre Arbeit schon getan, als sie den Schülerinnen und Schülern am 06.10.17 erläuterte, wie auf Grundlage dieser Verfassung unsere Schule in einen Staat verwandelt werden soll. Die eigentliche Überraschung: Das Gymnasium wird eine parlamentarische Monarchie. Staatsoberhaupt, allerdings nur mit repräsentativen Pflichten, wird ein Königspaar, das am Tage der Staatsgründung heiraten muss. Welches der Paare, die sich beworben haben, gekrönt wird, entscheidet allein das Los. Nach der Inthronisierung wird das neue royale Paar die (vorgeschriebene) Vereidigungsrede halten, auf Schwäbisch natürlich, und in den wenigen Tagen ihre Herrschaft ausländische Gäste feierlich empfangen und Veranstaltungen mit ihrer Anwesenheit beehren. Die eigentliche Macht wird ein frei gewähltes Parlament ausüben.


Für die Wahl im Januar sollten sich jetzt Parteien gründen, die bis zum neuen Jahr die Möglichkeit haben, für ihr Ansinnen zu werben, nachdem sie den Parteigründungsvertrag abgegeben haben und zur Wahl zugelassen worden sind. Gewählt wird nach dem deutschen Wahlrecht, also mit 5%-Hürde, Erst- und Zweitstimmen und Überhangsmandaten. Wahlberechtigt sind alle Bürgerinnen und Bürger des Staates, die gegen eine Bearbeitungsgebühr von 10€ die Staatsbürgerschaft erworben haben, ungeachtet ihres Alters. Wahlkreise für die Direktkandidaten sind die Jahrgangsstufen, so dass schlussendlich 32-40 Abgeordnete in das Parlament einziehen werden. Nur ist noch unklar, unter welcher Fahne. Deshalb sind alle Schülerinnen und Schüler bis zum Dienstag nach den Herbstferien dazu aufgerufen, einen Entwurf für ein Staatswappen einzureichen, so dass darüber abgestimmt werden kann. Welche beruflichen und unternehmerischen Möglichkeiten man in diesem Staat hat, darüber wird der Planungsstab auf einer weiteren Vollversammlung informieren. Nur eins ist jetzt schon klar: Da dieser Staat als EU-Land nicht anerkannt sein wird, ist eine eigene Währung nötig und eine Landesgrenze mit Zollabfertigung für alle Waren und Visumspflicht für alle ausländischen Gäste.