Im SommerrefektoriumDer Exkursionstag – das bedeutet eine leere Schule und viele volle Busse. Alle Jahrgangsstufen brachen auch in diesem Jahr zu unterschiedlichen Zielen auf, nach Stuttgart in die Wilhelma oder ins Mercedes Benz-Museum, nach Straßburg oder nach Tübingen, zur Villa rustica oder ins Technorama. Die Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen erwartete ein Besuch des Klosters Bebenhausen, ein ehemaliges Zisterzienserkloster, das nach der Reformation ganz unterschiedlichen Zwecken diente. So beherbergten die Gemäuer zuerst eine Klosterschule, nach dem 2.Weltkrieg war es Tagungsort der Landesversammlung von Württemberg-Hohenzollern, heute ist es ein Museum. Vier Museumsführerinnen nahmen sich jeweils einer Klasse an und führten sie durch die imposanten Räumlichkeiten. Egal, ob im Kreuzgang, dem Refektorium der Laienbrüder, dem Speisesaal oder im imposanten Sommerrefektorium mit seinen drei schlanke Achteckpfeiler, die Palmen nachempfunden worden sind, überall wussten die Führerinnen Interessantes aus dem Leben der Mönche zu berichten, wiesen auf Ungewöhnliches hin und erläuterten Besonderheiten des Klosters.



Der Wille, möglichst autark zu leben, führte dazu, dass das Kloster zu einer kleine Welt wurde, in der man alles selbst anbaute und herstellte. Auch wurde anschaulich, dass das Leben eines mittelalterlichen Mönchs kein Vergnügen war, sondern äußerste Disziplin erforderte und viele Entbehrungen abverlangte: Wenig Nahrung, viele religiöse und weltliche Pflichten, dazu die Kälte im Winter und die karge Ausstattung - wer sich für ein klösterliches Leben entschied, musste bereit sein, einiges zu ertragen. Nachdem die letzte Frage beantwortet war, ging es weiter nach Tübingen, wo die Schülerinnen und Schüler Zeit hatten, auf eigene Faust die Innenstadt zu erkunden, bevor man nach Schramberg zurückkehrte.
Im Kreuzgang