Ende des Schuljahres 2017/18 wird am Gymnasium Schramberg ein Großprojekt im Rahmen der bisherigen Projekttage stattfinden. Bei diesem geht es darum, die Schule für eine Woche in einen Staat zu verwandeln.
Nicht umsonst heißt das Projekt „Schule als Staat“, denn hier soll der Schulgemeinschaft gezeigt werden, was es bedeutet, eine eigene Regierung, ein Parlament und eine Wirtschaft zu haben. Viele Fragen müssen geklärt werden. Inwieweit soll es ein eigenes Schulgeld geben, wie soll die Verfassung und die Parteienbildung aussehen? Entschieden werden muss über das eigenen Wirtschaft- und Finanzsystems bis hin zu einer eigenen Gesetzgebung.

Um dem Projekt bereits im Voraus ein Fundament zu geben, hat es sich eine Aktionsgruppe der SMV zur Aufgabe gemacht, den groben Umfang und bestimmte Regeln zu bestimmen und auszudiskutieren.
Kürzlich konnte sich eine Gruppe von 30 Schülern im Studienhaus Wiesneck in Buchenbach bei Freiburg einen Eindruck von den Aufgaben eines solchen „Staates“ verschaffen. Über drei Tage bekamen die Jugendlichen ein breites Spektrum von Wissen mit auf den Weg. Von anfänglichen Kennenlernen der Demokratiemodelle über das Parteiensystem bis hin zu Wahlen, wo die Schüler mit eigens gedrehten Wahlkampfvideos selbst tätig werden durften, wurde altes Wissen aufgefrischt und Interessantes dazugelernt. Einen ganzen Mittag bekamen sie Zeit, um sich in Kleingruppen zu treffen und das Großprojekt für ihre Schule zu planen. In der Gruppe „Wahlen“ wurden Grundzüge des Wahlsystems festgelegt, die Experten der Parteien legten Regeln für eine Parteienbildung fest und die Gruppen für Judikative, Exekutive und Legislative beschäftigten sich intensiv mit den Inhalten der Verfassung oder mit der Gesetzgebung. Der letzte Tag war dafür vorgesehen, etwas über Wirtschaftssysteme zu lernen und somit erste Ideen für die Wirtschaft ihres eigenen Projektes zu gewinnen. Neben einem Expertengespräch mit einem ehemaligen „Schule als Staat“-Bundeskanzler und Gesprächen mit Experten aus dem Bereich Wirtschaft waren auch die Vorträge der Leiter des Studienhauses sehr informativ und angeregte Diskussionen in der Großgruppe ermöglichten einen intensiven Ideenaustausch.
Nach diesen drei Tagen konnten zwar nur Ideen für das Projekt gesammelt werden und es steht noch eine Menge Organisation an, jedoch können die Schüler, und auch die beiden Lehrkräfte Frau Bleick und Herr Schöwe, mit einer Menge Input ihre Mitschüler nun über die Idee des Großprojektes unterrichten.
Vera Petri (Jg.11)