Unsere TeilnehmerinnenBereits das zweite Jahr in Folge nahmen zwei Französischschülerinnen stellvertretend für das Gymnasium Schramberg an dem Wettbewerb "prix des lycéens allemands" teil. Sarah Moosmann, die Delegierte, und Natalie Fastovski, die Ersatzdelegierte, beide aus Klasse 11, fuhren für einen Tag mit Französischlehrer Roland Eisele nach Stuttgart ins Institut Français. Hierfür mussten sie vier französische Bücher gelesen haben, um anschließend zusammen mit anderen Schülern über diese zu debattieren, über das Beste abzustimmen und die besten zwei Redner zur Frankfurter Buchmesse zu schicken. Am Ende werden diese besten zwei Redner in einer weiteren Runde zusammen mit anderen Schülern endgültig über das beste Buch abstimmen, sodass dieses für den Jugendliteraturpreis nominiert wird.

GruppenbildSelbstverständlich waren die Debatten "en français" - kein Problem für die zwei Schülerinnen, die Französisch als vierstündiges Fach gewählt haben.
Die vier Bücher "La traversée" (Die Überquerung), "20 pieds sous terre" (20 Fuß unter der Erde), "Les petites reines" (Die kleinen Königinnen) und "Le frère de Simone" (Der Bruder von Simone) hätten unterschiedlicher nicht sein können und lösten spannende Diskussionen unter den Teilnehmern aus. Bewertet wurden die Bücher unter anderem nach Aktualität des Inhalts, nach der Authentizität​ der Figuren und nach dem sprachlichen Stil.
Schließlich wurde "20 pieds sous terre" von den Delegierten als bestes Buch ausgewählt, welches vom mysteriösen Tod des Bruders von Manon handelt. Da Manon nicht an einen Unfall glaubt und die Polizei nicht weiterforschen möchte, nimmt sie die Ermittlungen selbst in die Hand und macht interessante Entdeckungen über das Doppelleben, das ihr Bruder führte. Schlussendlich gelingt es ihr, zu beweisen, dass ihr Bruder wegen seiner sexuellen Orientierung von Homophoben vor den Zug geschubst wurde.
"20 pieds sous terre ist ein sehr spannendes Buch, das nicht nur für Jugendliche lesenswert ist und zum Nachdenken anregt!", berichtet Sarah Moosmann von ihrer Leseerfahrung. "Besonders deutlich werden im Buch die verschiedenen Arten, mit Trauer und Verlust umzugehen. Die einen brauchen eher Abstand, die anderen suchen Trost bei Freunden und Familie.", fügt Natalie Fastovski hinzu.

Natalie Fastovski (Jg. 11)