03„Das Fach Bildende Kunst eröffnet den Schülerinnen und Schülern einen umfassenden Zugang zu kultureller Bildung. Kulturelle Bildung ermöglicht einen offenen Blick auf die Welt und die Gesellschaft jenseits ihrer politischen und wirtschaftlichen Ausrichtung“, zitierte Kunstlehrer Michael Geißler aus dem aktuellen Bildungsplan in seiner Einführungsrede bei der Vernissage „Schulkunst im Schloss“ am Freitag, dem 04. Mai. So biete Kunst die Chance, sich ein eigenes Bild der Welt zu machen und eigene Bilder zu erschaffen und sich damit der Bilderflut des Internets und der zeitgenössischen Medien zu erwehren, so Geißler. Dass die Kunst und vor allem auch die Kunst in der Schule den Schülerinnen und Schülern dabei helfe, eine bildhafte Vorstellung zu entwickeln und somit zu einem größeren Verständnis gegenüber Mitmenschen und der Welt beitrage, betonte auch der Vorsitzende des Vereins Podium Kunst, Lars Bornschein.


02Der Verein Podium Kunst lud daher dazu ein, Schülerarbeiten aus dem Kunstunterricht in einer eigenen Ausstellung im Schloss zu präsentieren und hebt dadurch die Wichtigkeit des Kunstunterrichts hervor. Dafür und für die Mithilfe bei der Organisation und Umsetzung bedankte sich Herr Geißler herzlich.
Auf die Ansprachen von Herrn Bornschein und Herrn Geißler folgte eine kurze theatralische Performance der beiden Schülerinnen Keyra Kapp und Marit Baumer. Im Anschluss daran wurden die zahlreichen Gäste und Besucher, darunter unter anderem Oberbürgermeister Thomas Herzog und Schulleiter Bernhard Dennig, in die Ausstellungsräume im Erdgeschoss des Schlosses entlassen. Dort eröffneten sich dem Betrachter Kunstwerke von Schülerinnen und Schülern aus allen Klassenstufen. Bereits anfangs hob Herr Geißler in seiner Rede hervor, wie schwer es den Kunstlehrern gefallen war, aus der Vielzahl von über 2000 Schülerarbeiten pro Jahr eine repräsentative Auswahl zu treffen. In dieser Ausstellung sind nun Werkbeispiele aus den Bereichen Malerei und Farbe, Komposition, Raumdarstellung, Grafik und Drucktechnik, Plastik sowie Architektur zu sehen. Dabei ist das kreative Spektrum sehr breit. Neben dreidimensional geformten 01fantastischen Wesen, die fast drachengleich den Märchenschlössern aus Pappe vis-à-vis gegenüber stehen, kann man auch Landschaftsaquarelle bestaunen oder sich dem einen oder anderen Comic aus Schülerhand und -feder widmen. Fische in Stempeltechnik illustrieren Georg Brittings Gedicht „Die Raubritter“, buntes Herbstlaub auf blauem Grund wirbelt – teils geklebt, teils gemalt – durch die scheinbar kühle Herbstluft. Diese und viele andere gegenständliche und abstrakte Schülerbeispiele laden zum Träumen, Entdecken, Schmunzeln oder einfach zum Staunen ein. Die vielen anwesenden Schüler, Eltern, Lehrer und Freunde der Schulkunst versanken bei dieser Vernissage oft tief in die Betrachtung der ausgestellten Bilder und Objekte. Häufig wurden die Werke genau in Augenschein genommen und viel Lob ausgesprochen.
„Nächstes Mal wird es umfangreicher“, versprach Herr Geißler schon in der Einführung, was darauf hindeutet, dass auf diese erste, erfolgreiche Ausstellung „Schulkunst im Schloss“ in den nächsten Jahren noch weitere folgen werden – lassen wir uns überraschen.
Die Ausstellung „Schulkunst im Schloss“ ist noch bis zum 02.07.2017 zu besichtigen. Öffnungszeiten: Di.-Sa. 13.17 Uhr/Sonn-und Feiertage 11-17 Uhr.
Manuela Weber
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