Kurze EinführungEinen spannenden Vormittag erlebten die Schulsanitäter des Gymnasiums Schramberg bei einem Besuch an der Hochschule Furtwangen, Standort Villingen-Schwenningen. Die Hochschule Furtwangen bietet den Studiengang medical engineering in Schwenningen an. Die Schülerinnen und Schüler der Ersten Hilfe-AG durften zusammen mit Frau Santalucia die Fachräume der Hochschule im Bereich Medizintechnik besichtigen. Bei einer Führung erfuhren sie, wie zum Beispiel eine Dialyse, ein Röntgengerät oder die Beatmung während einer Operation funktioniert. Außerdem wurde ihnen gezeigt, welche Vorbereitungen vor einer Operation getroffen werden müssen, und sie konnten sehen, wie die medizinischen Geräte für ein künstliches Herz aufgebaut und im Körper verschalten werden.



Praktische ÜbungIn Kleingruppen durften die Schulsanitäter dann selbst aktiv werden. Bei der Endoskopie eines minimalinvasiven Operationsverfahrens ging es darum, Schokobons nur mithilfe eines Bildschirms in einer Übungspuppe auszupacken.Zusätzlich wurde ihnen nochmals genauer erklärt, welche Geräte den Blutdruck, den Puls, die Herzströme (EKG) und die Sauerstoffsättigung während einer Operation messen und auf was der Narkosearzt achten muss.
Mit hochfrequentem Wechselstrom wird bei der Hochfrequenz-Chirurgie gearbeitet. Durch den kurzen, intensiven elektrischen Strom kann die Haut durch die entstehende Wärme gezielt geschnitten werden, mit dem positiven Nebeneffekt der Schließung von Blutgefäßen. Somit können größere Blutungen während einer Operation unterdrückt und bereits geöffnete Blutgefäße geschlossen werden. Die Schulsanitäter durften selbst Hand anlegen und dieses Verfahren praktisch an einer Paprika ausprobieren und kamen dabei in direktem Kontakt mit medizinischen Geräten. Mit einer großen Aufstockung ihres medizinischen Wissens, aber auch mit neuen, für die Erste Hilfe wichtigen Kenntnissen, wie das Erlernen einer korrekten Beatmung, können sie somit im Schulalltag wieder effektiv ihren Mitmenschen im Notfall helfen. Ein gelungener und spannender Vormittag, für den ein besonderer Dank der Hochschule Schwenningen gilt.
Vera Petri (Jg. 11)

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