EröffnungAm Ende bekannte der Kursleiter Johannes Romer, was für eine Freude es sei, mit einem Kurs von solch außergewöhnlicher musikalischer Qualität zu arbeiten. Und diese Freude war ganz auf Seiten des Publikums, die gerade einen herrlichen Konzertabend genossen hatten. Eröffnet wurde dieser mit der Ouvertüre der „Zauberflöte“, dann zeigte gleich zu Anfang Annika Depfenhart ihr Können am Horn. Sie selbst hatte erst vor kurzem bei „Jugend musiziert“ die höchste Punktzahl in ihrer Altersklasse erhalten und gehört damit zu den besten Hornisten der Region. Erst solo, dann zusammen mit Jakob Wolber am Klavier trug sie kurze, aber reizvolle Stücke von Höltzel, Chopin und Pelletier vor. Dann kündigten Felicia Staiger und Melanie Kaupp, die durch das Programm führten, einen „Star“ an. Katrin Hafner war erst im Januar mit dem Bundesjugendorchester in der Berliner Philharmonie aufgetreten.


Annika Depfenhart und Jakob WolberUnterstützt vom Kursensemble begeisterte sie mit der Meditation aus der Oper Thaïs von Massenet. Und hochkarätig ging es weiter: Auf der Mundharmonika spielte Laura Flaig im Duett mit Benedikt Wild das Prelude Nr. 3 von Kölz. Sie selbst hatte sich im letzten Jahr in der Kategorie Mundharmonika, Jugend Solo, den 1. Platz auf dem World Music Festival in Innsbruck erspielt, dem weltweit größten Wettbewerb für Akkordeon- und Mundharmonikaspieler. Der anschließende 3. Satz aus Vivaldis „Vier Jahreszeiten“, von Katrin Hafner und Benedikt Wild vorgetragen, begeisterte das Publikum. Da es im diesjährigen Kurs überdurchschnittlich viele Flötenspielerinnen gibt, hatten diese sich zu einem Quartett zusammengeschlossen und das Konzert in a-moll, 1. Satz von Bodin de Boismortier einstudiert, das von Laura Flaig, Annika Kopp, Isabell Kußberger und Katharina Groß einfühlsam dargeboten wurde. Samuel Schmider, eigentlich Schlagzeuger, überzeugte dann an der Marimba mit der „Marimba Flamenca“ von Gomez, eine Melodie, die zum Träumen einlud. Den nächsten Höhepunkt des Abends hatte Benedikt Wild vorbereitet. Schon auf der Weihnachtsfeier hatte er mit einem selbst komponierten Stück das Publikum mitgerissen, nun hatte er ein Werk für ein ganzes Ensemble fertiggestellt. „Amplitude“, erst vor zwei Wochen endgültig vollendet, nun von ihm selbst dirigiert, löste beim Publikum wahre Begeisterungsstürme aus. Und erst jetzt, am Ende dieses Konzertabends, wurde auch gesungen. Zuerst solo: Begleitet von Katrin Hafner an der Violine und Selina Trost am Klavier sang Melanie Kaupp „You raise me up“ von Josh Groban und verzückte damit das Publikum. Dann durften alle ihr gesangliches Talent zeigen mit „Happy“ von Pharell Williams. Mit einem Medley aus „Das Phantom der Oper“ verabschiedete sich das Kursensemble von einem Publikum, das sich mit viel Applaus für diesen herrlichen Konzertabend bedankte.

Katrin Hafner und Benedikt WildMelanie KauppAmplitude